Von einigen wenigen Exoten abgesehen gibt es im Markt für Elektromotoren zwei unterschiedliche Technologien, die miteinander konkurrieren: Zum einen die Gleichstrommotoren, welche – wie der Name bereits vermuten lässt – mit Gleichstrom betrieben werden und zum anderen die Drehstrommotoren, welche mit dreiphasigem Drehstrom betrieben werden. Daher sollen beide Motorenkonzepte direkt miteinander verglichen werden und ihre Vor- als auch Nachteile dargestellt werden.
Die Vor- und Nachteile von Gleichstrommotoren
Gleichstrommotoren haben den Vorteil, dass ihre Technik recht simpel ist und sie deswegen nur geringe Herstellungskosten haben. Außerdem sind sie dadurch recht robust, was sie auch für den Einsatz in schwierigen Umgebungen mit starken Vibrationen und Temperaturschwankungen geeignet macht. Dafür erreichen sie jedoch nicht so hohe Wirkungsgrade, da in Folge der sehr großen Spulenpakete und der Verluste durch den Schleifkontakt der Bürsten ein erheblicher Teil der zugeführten elektrischen Energie in Wärme umgesetzt wird. Ein Vorteil ist hingegen noch, dass sich ihre Drehzahl leicht durch ein Ändern der angelegten Spannung einstellen lässt.
Die Vor- und Nachteile von Drehstrommotoren
Drehstrommotoren haben den entscheidenden Vorteil ihres besseren Wirkungsgrades: Sie bestehen aus drei einzelnen Spulenpaketen, wodurch keine so hohe Verlustleistung in den Spulen wie bei den Gleichstrommotoren entsteht. Außerdem verfügen sie nicht über Schleifkontakte und somit auch nicht über die dadurch bedingten Verluste. Dafür benötigen sie für die Steuerung ihrer Drehzahl jedoch eine teure externe Leistungselektronik. Dies macht ihren Einsatz in kleinen Leistungsbereichen wirtschaftlich gesehen nicht erschwinglich und senkt außerdem den Gesamtwirkungsgrad den Motor, er ist jedoch immer noch höher als der des Gleichstrommotors.