Ein Gleichstrommotor, auch Kommutatormotor genannt, ist ein Elektromotor, der im Gegensatz zu Drehstrom- oder Wechselstrommotoren mit Gleichstrom betrieben wird. Elektromotoren dienen dazu elektrische Energie in mechanische Energie umzuwandeln. Elektromotoren werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt, unter anderem in Kraftfahrzeugen, Spielzeugen und Elektronikgeräten.
Aufbau eines Gleichstrommotors
Die wichtigsten Bestandteile eines Gleichstrommotors sind die Feldmagnete und der Anker. Die Feldmagnete sind Dauermagnete. Sie sind an der Innenwand des Ständers (Stator) des Gleichstrommotors befestigt und erzeugen ein ruhendes magnetisches Feld. Der Anker ist drehbar in diesem Magnetfeld gelagert. Der Anker besteht in der Regel aus einem eisernen Kern und ist mit einer Wicklung aus Drahtwindungen versehen. Am Anker ist eine Welle befestigt. Ein weiterer Bestandteil des Gleichstrommotors ist der Kommutator, ein Stromwender, an dem Kohlebürsten angebracht sind.
Funktionsweise eines Gleichstrommotors
Wird dem Anker über die Bürsten und dem Kommutator Gleichstrom zugeführt entsteht um den Anker ein Magnetfeld. Dieses Magnetfeld und das ruhende Magnetfeld im Stator wirken so aufeinander ein, dass sich ein Drehmoment ergibt. Das heißt, der Anker beginnt sich im Stator zu drehen. Nach jeder halben Umdrehung wird die Stromrichtung des zugeführten Gleichstroms durch den Kommutator umgepolt. Ohne diese Umpolung würden sich die Kräfte der beiden Magnetfelder aufheben und der Anker zum Stillstand kommen. An der Welle des Ankers ist eine Riemenscheibe oder ein Zahnrad angebracht. Die Drehung des Ankers überträgt sich über die Welle auf die Riemenscheibe oder das Zahnrad. Somit ist die elektrische Energie in mechanische Energie umgewandelt worden.