Es ist noch gar nicht so lange her, da galt es als unschicklich und unvorstellbar, dass eine Frau in der Öffentlichkeit Hosen trug. Es ist von wenigen Damen der Geschichte überliefert, daß sie manchmal zumindest unter ihren Kleidern Hosen oder hosenähnliche Kleidungsstücke trugen (Katharina de Medici), und auch einige Frauen trugen um 1800 herum Pantalons unter ihren durchsichtigen Kleidern. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts war es Marlene Dietrich, die sich als Frau in der später nach ihr benannten Hose in die Öffentlichkeit wagte und damit für Aufsehen und Entrüstung sorgte – galt die Hose doch bis dahin und aus den Zeiten des ersten Weltkriegs lediglich als Arbeitskleidung für die Frauen, die in Fabriken arbeiten mussten.

Im zweiten Weltkrieg war es nicht anders, auch hier waren Frauen in Hosen nur während der Arbeit akzeptiert. Doch der Siegeszug der Hose für die Damenwelt ließ sich nicht mehr aufhalten, und Ende der 50er Jahre kam die Caprihose und mit ihr der endgültige Durchbruch für die behosten Damen. Noch bis in die 70er Jahre hinein war die Hose in der Abendmode jedoch so gut wie nicht vertreten. Hier dominierte nach wie vor das Kleid oder das Ensemble aus Rock und Oberteil. Als die ersten Modemacher wagten, elegante weite Hosen als Abendmodelle zu entwerfen, stießen sie vielfach noch auf abwartende und ablehnende Reaktionen, doch schon bald wichen diese der Erkenntnis, dass auch für die Abendkleidung gilt, was für den Rest der Mode gilt: schön ist, was gefällt. Und gerade für Damen, die aus kosmetischen (Krampfadern) oder sonstigen Gründen ihre Beine nicht unbedingt im Licht der Öffentlichkeit präsentieren wollen, bietet die elegante Abendhose entweder als Teil eines Hosenanzugs oder als Single mit ergänzender eleganter oder zeitlos klassischer Bluse eine ideale Möglichkeit, Chic und persönlichen Gusto zu kombinieren.

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